Öl-Studie: Fast jede zweite Probe hat Mängel

Kurzstreckenbetrieb ist Risikofaktor Nummer eins

Jedes vierte Auto in Deutschland ist mit deutlich zu wenig oder zu viel Öl unterwegs.
Noch größere Risiken für die Lebensdauer des Motors birgt die mangelhafte Qualität der verwendeten Schmierstoffe. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Motorenöl-Studie von Castrol und der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Demnach erreichten die entnommenen Öl-Proben nur bei etwa jedem zweiten Fahrzeug (56,1 Prozent) die Note „gut“. 38,2 Prozent aller Proben wurde als „mittelmäßig“ eingestuft und 5,7 Prozent erreichten nicht einmal die Mindestanforderungen. Insgesamt rieten die Prüfer etwa jedem fünften Fahrer (22,3 Prozent) zu einem sofortigen Ölwechsel.

Verantwortlich für den schlechten Zustand der Schmierstoffe waren vor allem Einträge von Fremdstoffen wie Ruß, Kondenswasser, Kraftstoff und Glykol. Dieser Fremdstoffeintrag führt zudem zu Fehlern bei der Füllstandsmessung. 
Oft gleichen die Fremdsoffe einen bestehenden Ölmengenfehlbetrag aus. Dabei zeigt der Peilstab einen Füllstand im grünen Bereich, obwohl dringend ein Ölwechsel erforderlich wäre. 

Die größten Risiko-Faktoren

Hoher Anteil von Ruß: Bei 14,9 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge war der Rußanteil so hoch, dass sich die Qualität des Öls spürbar verschlechterte. Dies gilt gleichermaßen für Diesel und Benziner. Besonders hoch war der Rußanteil bei häufigem Kurzstreckenbetrieb.

Eintrag von Kondenswasser: In 28,4 Prozent aller Fahrzeuge erreichte der Wasseranteil im Schmierstoff einen bedenklichen Pegel. Die Folge: geringere Schmierleistung, nachlassender Verschleißschutz und sinkender Korrosionsschutz durch zunehmende Säurebildung.
Anreicherung von Kraftstoff: 7,3 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge überschritten die kritische Grenze bei der
Anreicherung von Kraftstoff im Motorenöl. Das führt zu einer verschlechterten Viskosität. Als besonders problematisch erwiesen sich die Biokomponenten im Diesel.

Glykol im Motorenöl: In 15,9 Prozent aller Fälle wurde Glykol im Motorenöl nachgewiesen. Der Nachweis von Glykol im Schmierstoff bedeutet nichts anderes als den Eintrag von Kühlmittel. Ein klarer Hinweis darauf, dass die
Zylinderkopfdichtungen nicht mehr einwandfrei funktionieren.
An der repräsentativen Öl-Studie nahmen den Angaben zufolge mehr als 700 Fahrzeuge teil, die in den vergangenen Monaten zur Hauptuntersuchung bei der GTÜ vorgestellt wurden. Überprüft wurde die Qualität des verwendeten Motorenöls in Zusammenarbeit mit dem Analyse-Dienstleister MotorCheckup.

Quelle: kfz-betrieb vom 08. Dez. 2012

Reparatur und Wartung

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung der Autohaus Putzlacher Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen